Ortsverein Mittelthüringen

14. und 15. 09.2017 Gesetzliche Rente stärken

14. und 15. 09.2017 Gesetzliche Rente stärken

Rente verteilaktion Andreasstr verdi OV MT 170915 Rente Verteilung Andreasstr

Innerhalb einer bundesweiten Aktion informierte unser Ortsverein am Donnerstag und Freitag zum Thema Rente. Unterstützt von einer verdi Publik EXTRA zum Thema informierten verdi VL´s zum „Zustand“  der gesetzliche Rente. Bei der kurzen Zeit der Übergabe der Zeitung war es naturgemäß nur bedingt möglich die Komplexität von Akzeptanz/Praktikabilität/Ist-Zustandsanalyse der 3 Rentensäulen „Gesetzliche Rente“, „Betriebsrente“ und „privater Vorsorge“ zu erläutern.

Rententypen, Rentenzugang und vor allen das Rentenniveau verschlechterten sich bisher kontinuierlich. Doch mit der geplanten weiteren Absenkung von derzeit 48 auf dann 43% in/um 2030 ist jetzt echt  "Gefahr in Verzug".

Wir konnten kurzfristig eine Vor –Ort Verteilung bei der Telekom im Mühlweg (beide Gebäude), bei der IBM/Modis, bei der Kabel Deutschland/vodafone am Flughafen und bei der Telekom in der Andreasstraße (oberes Gebäude) realisieren. Danke allen Unterstützern.

Mit einem gebastelter Rentenrechner konnte sich jeder einen Überblick verschaffen, wie sich diese erneute Verschlechterung auf die eigene Versorgungs-/Vorsorgelage auswirkt.

Munter werden muss aber jeder Einzelne selber, man(n) kann nicht jeden „zum Jagen tragen“.

Soll heißen, man(n) sollte sich zur Bundestagswahl begeben und eine Partei wählen, von der man denkt, dass sie die persönliche Bedürfnisse, aber auch die gesellschaftlichen Notwendigkeiten am Besten vertritt.

Siehe dazu  auch die Synapse der DGB Forderungen zu den Wahlprogrammen der großen Parteien im Stichpunkt Format hier weiter oben auf der Seite. Zugegeben etwas akademisch daherkommend – aber die Welt in der wir leben wird zunehmend komplexer.  Und da hilft es nicht nur dagegen zu sein, weil „früher alles besser“ war.  Man muss mitgestalten, sonst wird man gestaltet.

Demokratie kann/ist auch mal anstrengend. Zum Trost oder Ansporn - früher war sie sogar gefährlich.

Kleiner Hinweis – das Thema Rente ist in der Stichpunktesynapse auf Seite – ...... nee schreibe ich jetzt nicht hier hin, du bist selber nur 4 Klicks entfernt.

Geh wählen!    

Update vom 30.5.2018

Begrenzter Kurswechsel
Gewerkschaften sprechen sich für ein Rentenniveau von 50 Prozent aus
Mit ihrer Rentenkampagne haben es die DGB-Gewerkschaften geschafft, dass Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut und für ein Alter in Würde zu einem der bestimmenden Themen des Bundestagswahlkampfs im vergangenen Jahr geworden sind. Das hat seinen Niederschlag auch im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD gefunden. Bis 2025 soll das Rentenniveau auf dem heutigen Stand von 48 Prozent stabilisiert, sollen eine Grundrente eingeführt und die Erwerbsminderungsrente verbessert werden. Auch sollen Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden.
Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske nannte das Erreichte beim „Tag der Selbstverwaltung“ von ver.di Ende Mai einen „begrenzten Kurswechsel“. Darauf ausruhen könnten sich die Gewerkschaften nicht. In den kommenden Wochen wird die zehnköpfige Rentenkommission „Ver­lässlicher Generationenvertrag“ ihre Arbeit aufnehmen und – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – über die „nachhaltige Sicherung und Fortentwicklung der Alterssicherungssysteme ab dem Jahr 2025“ beraten.
Für die Gewerkschaften wurde DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach in die Kommission berufen. Sie kritisierte beim „Tag der Selbstverwaltung“, dass die Rentenpolitik seit Beginn dieses Jahrtausends mit einem Tunnelblick auf die Beitragshöhe fixiert gewesen sei. Das sei aber, ebenso wie der Zwang zu mehr privater Vorsorge über die Riester-Rente, der falsche Weg gewesen.
Arbeitnehmer zahlen mehr
Sie rechnete vor, dass von den Arbeitnehmern mit der Riester-Rente bereits heute eine um vier Prozentpunkte höhere Zahlung für die Altersvorsorge erwartet werde als von den Arbeitgebern. Derzeit ist festgelegt, dass die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht über 22 Prozent steigen sollen, paritätisch finanziert von Arbeitnehmer/innen und Arbeitgebern. Rechne man jetzt, so Buntenbach, noch je die vier Prozentpunkte von beiden Seiten hinzu, die die Beschäftigten schon heute für die private Vorsorge zahlen sollen, komme man auf 30 Prozent – und das sei mehr als genug, um eine zukunftsfeste und vor allen Dingen auskömmliche Rente zu finanzieren. Der DGB-Bundeskongress hatte sich Mitte Mai für ein Rentenniveau von 50 Prozent ausgesprochen.
Klar sei auch, dass niemand hohe Beiträge prima finde, sagte Buntenbach. Aber für gute und verlässliche Leistungen seien die Menschen bereit, mehr zu bezahlen. Dabei verwies die Gewerkschafterin auch auf die gesetzliche Krankenversicherung. Immer mehr Leistungen seien hier in den vergangenen Jahren abgebaut worden. Viele müssten die Versicherten alleine finanzieren, hinzu kamen Zusatzbeiträge. Auch hier hat die Bundesregierung angekündigt, zur paritätischen Finanzierung zurückkehren zu wollen. Heike Langenberg